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Usui Reiki

Hände-Atem-Meditation

Reiki ist ein japanischer Begriff: Rei, geistig und spirituell, Ki, spürbar und erfahrbar. Reiki ist Segen, Seele der Natur und des Menschen zugleich. Diese spirituelle Kraft erfahren wir als heilende Energie auf allen Ebenen, weshalb sie im Westen oft als universelle Lebensenergie bezeichnet wird. Persönlich spürbar ist sie als bedingungslose Liebe des Universums. Die Kraft ist praktisch erfahrbar und keine Frage des Glaubens.

Usui-Sensei ist der Begründer der Reiki-Praxis. Sensei wurde er von seinen Schülern genannt, was soviel bedeutet wie Lehrmeister. Sein bürgerlicher Name war Mikao Usui, sein spiritueller (buddhistischer) Name war Gyoho, der Morgenstern. Er praktizierte Berg-Buddhismus, japanisch Shugendo. Hierbei geht es vor allen Dingen darum, mit den elementaren Kräften der Natur, Luft, Feuer, Wasser und Erde zu praktizieren und mit ihnen eins zu werden.Taki-gyo, das Stehen unter einem Wasserfall, ist ein möglicher Teil dieser Praxis. Das fünfte Element, der Raum oder die Leere, wird dabei zum Spiegel des eigenen Bewusstseins. Dabei gibt der Praktizierende seine illusionäre, isolierte Haltung der Welt gegenüber nach und nach auf. Der Morgenstern steht symbolisch für dieses fünfte Element. Durch Meditation und Shugyo, hartes Training, werden Heilkräfte im Menschen freigesetzt. Mikao Usui hat dies auf dem Berg Kurama in der Nähe von Kyoto in einem 21-Tage Retreat erfahren. Seine Begegnung mit Reiki, der großen Seele der Natur, hat ihn dazu befähigt, andere Menschen zu behandeln und zu heilen. Schliesslich hat er in Form von Einstimmungen und Training eine Methode entwickelt, die es anderen Menschen ermöglichte, sich selbst zu behandeln. Sie hieß ursprünglich Usui-Do oder Usui-Teate. Usui-Sensei hat auch Lehrer ausgebildet. Heutzutage gibt es mehrere traditionelle Linien, in denen die Reiki-Praxis seit Generationen von Lehrmeister zu Schüler weitergegeben wird. Die Methoden unterscheiden sich voneinander, denn Usui hat Menschen unterschiedlich gelehrt und auch über die Generationen hinweg hat sich die Lehre verändert und angepasst. Das wunderbare ist, dass die heilende Essenz immer die gleiche geblieben ist.

Mikao Usui hat von 1865 bis 1926 gelebt. Es gibt nur wenig schriftliche Überlieferungen aus seiner Zeit. Seine Grabstätte befindet sich auf einem Friedhof in Tokyo. Ein Gedenkstein neben seiner Grabstätte erzählt von Usuis Schaffen. Er ist geprägt von Lobpreisung und Verherrlichung und enthält wenig realistische Information. Einige Informationen kommen aus mündlicher Überlieferung. Sein Totenschädel z.B. liegt nach alter Samurai-Tradition in den Wäldern des Berg Hiei begraben. Auf diesem Berg hat Usui im Jahre 1903 sein erstes 100 Tage Retreat vollendet und ist dort in den Tempelbüchern verzeichnet. Der Berg Hiei ist das Zentrum des Tendai-Buddhismus ganz in der Nähe von Kyoto. Aus mündlicher Überlieferung habe ich erfahren, dass auch Usui´s Familie Tendai praktiziert hat. Aus dem Berg-Buddhismus, Shugendo, hat Usui-Sensei die Reiki-Praxis entwickelt. Er selber nannte sie auf japanisch Teate, was bedeutet, dass eine Hand auf ein Ziel gerichtet ist. Die Praxis ist rein energetisch ausgerichtet. Man muss nicht Buddhist sein oder werden wollen, um Reiki zu lernen oder zu praktizieren.

Kurumayama    Amidabuddha Hieizan    Zedernwurzeln auf dem Kuramayama

Peter auf dem Kuramasattel

Hände-Atem-Meditation sind Teile dieser Praxis. Behandelt wird besonders der Kopfbereich und auch der ganze Körper. In der japanischen Praxis berühren dabei die Handflächen den Körper nicht. Im Westen ist es üblich, die Hände ganz aufzulegen. Ich berücksichtige dabei die individuellen Wünsche des Klienten. Die Hände sind während einer Behandlung Kanäle für die Heilenergie. Ich behandele auch mit dem Atem und den Augen. Letztendlich strahlt der ganze Mensch die Energie aus. Ausserdem ist es möglich, auch über Entfernungen hinweg zu behandeln. Meistens wird die Energie als angenehm und warm empfunden. Auf tieferer Ebene fliesst dabei bedingungslose Liebe. Ich betone dabei, dass nicht meine persönlichen Wünsche die Heilenergie in ihrer Kraft beinflussen. Ich kann mich nur ganz ihrer eigenen Weisheit in Demut hingeben. Die Kraft wirkt auf allen Seins-Ebenen des Menschen heilend.

Wer Reiki-Praxis selber lernen möchte, wird sich auf tieferer Ebene mit dem Atem verbinden. Er ist ein natürlicher Lehrmeister und Energieträger zugleich. Meditation ist bei mir ein einfaches Bewusstseinstraining, um zu sich zu finden und die Einheit von Geist und Herz, japanisch Kokoro, in uns besser kennenzulernen. Hierbei werden wir zu einem Kelch für die heilende Energie.

Peter behandelt Don

Einstimmungen in die Praxis befähigen den Klienten, sich selbst und andere zu behandeln und vielleicht später selbst Lehrer zu werden. Körper, Geist und Seele öffnen sich Schritt für Schritt der heilenden Energie. Sie ist in uns ursprünglich verborgen. Oft sind wir als Kinder noch auf ganz natürliche Weise an sie angeschlossen. Sie ist wie der Atem in uns und um uns herum. Wie der Atem steht uns die Energie bedingungslos zur Verfügung, wenn wir ihr Beachtung schenken. Über den Atem und meditatives Bewusstseinstraining lernen wir uns neu wahrzunehmen. Über Einstimmungen von Lehrer zu Schüler wird die Heilenergie praktisch erfahrbar. In der ursprünglichen Praxis gab es keine Grade und Stufen. Ich biete diese Möglichkeit der stufenlosen Einzelarbeit in meiner Praxis an.

Auf dem Kuramayama

Reikigrade: Einstimmungen in Kleingruppen finden in Form von Graden statt.

1. Grad: Einstimmung in die Heilenergie, Händeauflegen, Behandlungsformen, Atem und Meditation

2. Grad: Vertiefung der Bewusstseinsarbeit, mentale und emotionale Muster, Intention und Konzentration der Energie, Fernheilung, heilende Symbole, Worte und Klänge (Kotodamas)

3. Grad: Praxis der Einstimmungen (Reiju), Lichtmeditationen, tiefe Bewusstseinsarbeit (heilendes Sein), Lehrerausbildung.

Zu meiner Biographie:

Ich bin im Januar 1999 in die Reiki-Praxis nach Takata eingeweiht worden. Jule-Erina van Calker war meine Lehrerin in der Linie Usui - Hayashi - Takata - Furumoto - van Calker. Im Juni 99 erhielt ich meinen 2.Grad. Die Einstimmung war eine tiefgreifende Erfahrung für mich und hat meine Lebenseinstellungen grundlegend verändert. Über Frau Takata ist die Reiki-Praxis in den Westen gelangt und dafür bin ich dankbar. Ich begann intensiver zu praktizieren und lernte unterschiedliche Reiki-Stile kennen. Ich habe seit meiner Jugend eine grosse Liebe zu Japan und wollte mehr erfahren über Usui-Sensei und seine Praxis. Mir wurde bewusst, dass seine Lehre über die Jahre starken Wandlungen unterworfen war, und ich hatte das Bedürfnis tiefer nach den Ursprüngen zu forschen. Schliesslich traf ich Don Alexander und machte bei ihm über mehrere Jahre meine Lehrerausbildung. Sein Zugang zu Reiki ist geprägt von einer tiefen Auseinandersetzung mit der spirituellen Praxis und ihren Elementen. Ich habe bei ihm Meditation, buddhistische Praxis und viel über die Ursprünge von Reiki gelernt. Gemeinsam waren wir mehrmals in Japan, um ein besseres Verständnis für Usui-Sensei´s Arbeit zu bekommen. Energetisch ist meine Praxis auch verbunden mit der Lehre von Chris Marsh. Er hat mit Unterbrechungen mehr als 30 Jahre in Japan verbracht und dort Iaido, die Kunst des Schwertes gelernt. Seit mehreren Jahren praktiziert er auch Shugendo. Wesentliche Elemente wie Reiju und Kotodamas kommen aus seiner Reiki-Praxis. Er hat in Japan bei einer über hundertjährigen Tendai-Nonne gelernt, die bei Usui selbst ihre Ausbildung als junges Mädchen absolvierte. Seit 2004 gibt er Einweihungen und Lehren des Shugendo und Reiki an mich im Privatunterricht weiter. Von ihm kommt auch viel Information, die das spärliche Wissen über Usui-Sensei´s Geschichte ergänzt. Das von ihm gelehrte Usui-Teate ist in meiner Praxis Teil des Usui-Reiki. Ich fühle eine tiefe Verbundenheit mit der Essenz von Usui-Sensei´s Arbeit.

Don Alexander

Linktipps zu Reiki:

Heart of Reiki mit Don Alexander | Artikel zu Reiki | Reiki in Berlin bei Bernd Leichter - Reiki Magazin.