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Prozessarbeit

Traumkörper - Bewegung - Improvisation

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Während ich mich selbst behandele oder anderen die Hände auflegen, passieren oft wundersame Dinge: Tiefer Frieden, Kribbeln am ganzen Körper, einfach ein warmes Gefühl, ein Erbeben an Energie. Manchmal habe ich innere Bilder oder fühle mich unwohl in meinem Körper. Viele Reaktionen sind möglich. Wenn sie länger und häufiger auftreten, und wir beginnen, sie mit unserem Leben in Verbindung zu bringen, dann sprechen wir davon, dass wir einen Prozess haben oder einfach im Prozess sind.
Dabei haben wir verschiedene Möglichkeiten mit dem Prozess umzugehen: Manchmal beruhigen oder besänftigen wir ihn mit heilender Energie. Machmal nehmen wir ihn einfach wahr, in dem Wissen, dass sich vieles von alleine tut. Wir können einen Prozess auch aktiv durchleben und dann loslassen.
Die Prozessarbeit geht noch einen anderen Weg.
Wir prozessieren dabei kleinste Impulse, die oft ganz wundersame Botschaften in sich tragen. In der Natur ist alles in stetiger Veränderung. Nichts löst sich auf oder geht verloren. So wie Meerwasser zu Dampf und dann zu Regen wird, so können wir auch menschliche Prozesse betrachten. Das Prozessieren wandelt ständig Wahrnehmungen in neue Botschaften um, wobei der Übende selber sein grösster Lehrmeister ist. Ein Gefühl wird zu einem Bild, ein Bild vielleicht zu einer inneren Figur. Dabei gibt es keine Wertungen, alles darf sich zeigen in uns.
Wir kennen unseren Prozess meistens gut. Während wir nach Lösungsmöglichkeiten suchen, wird er zu unserem “besten Freund” und den möchten wir nicht verlieren. Diese Identifikation, dieses “kleben” am Prozess, erschwert dann meistens die therapeutische Arbeit. Beim Prozessieren geht es nur um den Moment und um gerade die Impulse oder Handlungen, die wir normalerweise nicht wahrnehmen und die daher nicht Teil unserer gewöhnlichen Identifikation sind. Wir erfahren diese Impulse über Wahrnehmungskanäle, die ich während einer Sitzung gemeinsam mit dem Klienten erforsche. Ich begleite ihn dabei auf seiner inneren Reise.

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Ein zentraler Begriff der Arbeit ist der Traumkörper, die Kraft in uns, die uns 24 Stunden lang träumen lässt und unseren ganzen Körper durchzieht. Träumen manifestiert sich unter anderem in unserer Körpersprache, unseren Gefühlen und unseren inneren Bildern - und das auch tagsüber in unserem Wachbewusstsein. Unbewusst sind wir ständig dabei, diese Traumwelt mit unserer Realität zu vergleichen und finden oft keine Brücken zwischen beiden Welten. Die Welt unseres Traumkörpers zu integrieren, ist der Weg der Prozessarbeit.
Diese Arbeit wurde vor über zwanzig Jahren von Arny und Amy Mindell ins Leben gerufen und hat ihre Wurzeln in der Traumarbeit von C.G.Jung.

Bewegung ist dabei ein wesentliches Element, um an tiefere Schichten unseres Bewusstseins zu gelangen. Dabei ermutige ich meine Klienten, Körpersymptome wie Schmerz oder Anspannung besonders detailliert wahrzunehmen und wie in einem Theaterstück die Figuren, die dahinter stehen, zu finden und zu spielen. Die Integration dieser Traumfiguren führt zu innerem Frieden und mehr Lebensweisheit im Umgang mit Konfliktsituationen. Die Arbeit ist frei von jeglicher Interpretation der gemachten Erfahrung. Mein Klient lehrt sich so selber, während ich den Prozess mit Achtsamkeit und Mitgefühl begleite. Prozessarbeit wertet nicht. Es gibt keine guten oder schlechten Träume. Alles hilft uns zu einem besseren Verständnis von uns selbst.

Peter in Wettenbostel 2003

Improvisation führt mich in den kreativen, künstlerischen Bereich der Prozessarbeit. Indem ich meinem Traumkörper zuhöre und seinen Impulsen folge, kann ich mich kreativ ausdrücken, ohne äusseren Strukturen zu folgen. Improvisation im Tanz, mit dem Instrument und mit der Stimme sind mögliche Wege, um zu sich selbst neu zu erleben. Ich begleite Menschen dabei auf ihrer Suche nach persönlichem Ausdruck und Kreativität. Dies geschieht sowohl in Einzel- als auch Gruppenarbeit.

Klang und Stimme tragen das Potential zu tiefer Heilung in sich. Ich praktiziere verschiedene Formen des A-Singens. Das A steht dabei für Anfang und Offenheit. Ich kann es zur Stimmbildung gebrauchen, auf emotionaler Ebene von Herzen singen oder auf geistig, spiritueller Ebene chanten. Die Erfahrungen dabei sind sehr unterschiedlich und alle sehr bereichernd. Die gleiche Praxis ist auch auf Instrumenten erfahrbar. Es ist letztendlich die Suche nach dem authentischen Klang und tiefer Resonanz, die dabei im Vordergrund steht. Ich mache diese Arbeit sehr gerne in Gruppen. Die Musik, die dabei entsteht, ist spontan und improvisiert.

Konfliktberatung richtet sich an Menschen und Gruppen, die ihre Beziehungen zueinander verbessern möchten. In Einzel-, Paar- und Gruppenarbeit bereite ich den Raum, um Schatten und Ursprünge von Konflikten zu durchleuchten. Der Ursprung eines Konfliktes liegt meistens in uns selbst und möchte dort auch zuerst behandelt werden. Schatten entstehen, wenn Konflikte versteckt und vertagt werden und dann an anderer Stelle unerwartet zum Vorschein kommen.
In der Beratung arbeite ich mit dem Aiki-Prinzip und einem prozessorientierten Ansatz. Es ist eine Synthese aus Energie- und Traumkörperarbeit. Das Aiki-Prinzip führt zu einer offenen Betrachtung des Konfliktes. Anstelle sich defensiv zu verhalten und sich abzugrenzen gehen wir mit dem Konflikt in einen Tanz, bei dem sich Agression in kreatives Potential verwandelt. Der prozessorientierte Ansatz sorgt dafür, dass alle Impulse gehört und verarbeitet werden. Innere Wandlung entsteht und gegenseitiges Verständnis wird gefördert. Anstelle eines faulen Kompromisses suchen wir nach Gemeinsamkeiten auf der tieferen Traumkörper- und Aiki-Ebene, die sich dann in der Realität des Alltags umsetzen lassen.

Heilbild Schiff

Zu meiner Biographie:

Während meiner Ausbildung zum Reiki-Lehrer bemerkte ich ein Ungleichgewicht in meiner Praxis. Umso mehr ich mich mit Licht umgab, desto unglücklicher fühlte ich mich. Ich musste mir eingestehen, dass ich mich selber nur unzureichend kannte und einiges in meinem Unterbewusstsein vergraben war. Ich begann über Prozessarbeit zu lesen und nahm 2003 und 2004 Unterricht und Therapiestunden bei Nora van Montagu in Brüssel. Ich lernte meinen Traumkörper kennen und verarbeitete Konflikte, die schon Jahre zurücklagen. Die Arbeit war wie meine „zweite Natur“. Ich verstand sie intuitiv und begann bald darauf Bekannte von mir mit Erfolg zu behandeln. Ich habe Seminare bei Arny und Amy Mindell in Tokyo ,Zürich, Barcelona und London besucht (2004-2008) und dabei meine eigene Arbeitsweise ausgebaut. Hieraus entwickelte sich die neue Praxis, die prozessorientierte Ki-Heilung (Ki-Processing).

Ich habe in Berlin, Houston und Bloomington Musik (Viola) studiert und viele Jahre mit solistischem Spiel und Orchesterspiel zugebracht. Am Ende meines klassischen Musikstudiums lernte ich die Improvisation kennen. In der freien Improvisation fand ich einen neuen Zugang zu meinem Instrument. Seit 2001 begleite ich in einem Reiki-Sommercamp in Wettenbostel Menschen jedes Alters bei Spiel und Improvisation. Selber improvisiere ich zu den unterschiedlichsten Anlässen. 1996 begann ich mit einem privaten Gesangsstudium bei Peter Elkus. Das Studium war prozessorientiert und brachte mich und meine Stimme in die Kraft. Ich lernte mich nicht mehr als klassischer Musiker hinter meinem Instrument zu verstecken. Meine Stimme wurde ehrlich und herzlich.
Bei Dana Buchenau habe ich dann Belcanto-Singen nach Cornelius Read gelernt. In der Folge stand ich dann schon mal als Solist vor einem kleinen Orchester in Amsterdam. Bei Don Alexander habe ich dann mit dem Kotodama-Singen begonnen und meine Stimme ist auf einer noch tieferen Ebene ein Stück weit aufgegangen. Das A-Singen hat sich als Synthese dieser Erfahrungen entwickelt.